Erstes Konzert seit dem Lockdown

Vor dem Konzert war ich aufgeregt wie noch selten. Wie würde es sein? Was wird anders sein? Wie werde ich darauf reagieren?

Diese und noch viele weitere Fragen beschäftigten mich vor dem Ende der langen Zwangspause – der längsten seit über 13 Jahren.

Konzerte am Bildschirm gab es einige, sogar beim Online Festival der Online Metal Festival Alliance war ich mit dabei. So sehr ich die Konzerte und Festivals auch vermisst habe, dieses “Reissen” in Form einer inneren Unruhe, wie sie bisher nach spätestens 6 Wochen gesetzt hat, war irgendwie nie so richtig da.

Und das war der perfekte Aufhänger für meinen inneren Kritiker, der in genau solchen Situationen um die Ecke geschossen kommt und mit seinen Einflüsterungen beginnt:

“Du hast Dich verändert. Bist Du sicher, dass Dir das noch Spass macht? Dass Du das noch willst? Du wirst schon sehen. Das wird dann spassig mit der gemeinsamen Freizeitgestaltung, wenn es Dir nichts mehr bedeutet. Du hast es viel zu wenig vermisst, Dir war viel zu wohl in der konzertfreien Zeit.”

Mit diesen und zahlreichen weiteren Argumenten hat mir der Kritiker zugesetzt. Doch auch das war diesmal anders. Ich hab ihn mir angehört und ihm gleichzeitig Grenzen aufgezeigt. Mich bei ihm für seine Meinung bedankt, ihm jedoch freundlich aber bestimmt mitgeteilt, dass es bei der Mitteilung bleibt und er keinen Einfluss auf meine Gedanken und auf meine Stimmung hat. Dass ich mir ein eigenes Bild verschaffen wollte.

Und dennoch liess es mich nicht ganz kalt. Doch kaum war ich bei Seppis Mampferia war es, als wäre ich nie weg gewesen. Als hätte es keine Konzert-Pause gegeben. Als dann Dreams in Fragments die Bühne rockten, war alles beim Alten – ausser ich. Ich war präsenter, glücklicher, zufriedener denn je zuvor. 

Ja, der Lockdown hat mich verändert. Ich bin dankbar.

Morgenseiten

Dies ist meine Aussicht – jeden Morgen seit zwei Jahren

📚Ich bin Ewigkeiten drumrumgeschlichen und wurde immer wieder darauf aufmerksam. Letztlich verdanke ich den Start vor zwei Jahren, genauer gesagt am 21. August 2018, meiner Journaling-Sister und grossem Schreib-Vorbild Bianca Fritz 💕Herzensdank für Deine Geduld und Deinen Zuspruch 🙏🏻

✍🏻 Seither fülle ich Morgen für Morgen meine 3 A5 Seiten, die sogenannten Morgenseiten. Ich begegnete dabei vielem und vielen: meinen Ängsten, meinen Stärken, meinem Kritiker (sei gegrüsst, mein mittlerweile lieber Freund), meinem inneren Kind, meinem Blick auf die Welt und das Leben, grosser Dankbarkeit und tiefen Abgründen.

Ich lernte mich kennen und lieben

📍Und zu einer Priorität zu machen. Denn morgens als allererstes für MICH da zu sein. Ohne Handy, ohne Arbeit, ohne Gespräche – das ist unbezahlbar und ich zelebriere dieses Ritual jeden Morgen aufs neue in tiefer Dankbarkeit und mit viel Freude, aber auch Disziplin.

🍻Nach einer durchgefeierten Nacht ist das zwar ganz schön anstrengend. Aber ich hätte mir nie träumen lassen, zu was für Gedanken mein Hirn dann in der Lage ist *lol*

👥 Liebe alle in mir drin – ja, klingt creepy, doch wir sind ein grossartiges Team und irgendwie auch eine Art Familie geworden. Auf viele weitere Jahre – in guten wie in schlechten Zeiten! Danke, dass es euch gibt – euch alle! 🖤

Friedliche Co-Existenz mit Wespen?

Gerade im Sommer 2020 sind die Wespen ungewöhnlich zahlreich unterwegs. Manche sprechen sogar von einer regelrechten Wespen-Plage.

Dass diese Insekten nicht zu den beliebtesten gehören, ist nicht von der Hand zu weisen. Und dennoch, jedes Wesen auf diesem Planeten hat seine Aufgabe und ich wusste bis vor kurzem nicht, dass ein Wespenvolk täglich rund ein halbes Kilo Insekten – darunter in erster Linie Mücken – verspeist. Grund genug, sie nicht einfach totzuschlagen.

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Warum lange Haare?

Als ich mich vor fünf Jahren intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe, kam doch erstaunlich viel zusammen. Ihr dürft euch also über einiges an – stellenweise sehr persönlichem – Text freuen. Da nur Text doch etwas gar trocken ist, werde ich den Post mit verschiedenen Bildern untermalen.

Bis auf zwei Mal hatte ich immer lange Haare. 

Den einen grossen Schnitt gabs im Kindergartenalter, den anderen mit ca. 23. Beide habe ich umgehend bereut und wollte nur noch eines: wieder lange Haare! Dass das seine Zeit dauert, dürfte jedem klar sein. Und schon sind wir mittendrin im Thema.

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Metallerin, lange Haare und Yoga

Metalheads und lange Haare

Metalheads werden gemeinhin mit langen Haaren assoziiert – was definitiv nicht nur ein Vorurteil und somit nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Lange Haare schön und gut – ich liebe, hege und pflege die meinen seit Jahren. Doch wenns dann ums Thema Sport im allgemeinen und Yoga im spezifischen geht, dann erreicht die geliebte Mähne nicht unbedingt Spitzenwerte auf der Praktikabilitäts-Skala.

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Sinnstiftende Muster und Strukturen

Aktuell leben wir in einer für uns noch nie dagewesenen Situation. Bereits im “Normalmodus” ist es unglaublich spannend und herausfordernd die beobachteten zeitgeschichtlichen Dinge sinnstiftenden Mustern und Strukturen zuzuordnen. Diese lassen sich nämlich im geschehenden, unmittelbaren Moment noch gar nicht einordnen.

Die Einordnung findet immer erst im Nachhinein statt.

Erst wenn wir wissen, wie etwas ausgegangen ist oder wozu es geführt hat, kann die abschliessende Einordnung und Bewertung definitiv stattfinden. Aus diesem Grund ist es auch leicht nachträglich zu sagen, das hätten sie doch merken müssen und es war doch klar, dass…

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