Erstes Konzert seit dem Lockdown

Vor dem Konzert war ich aufgeregt wie noch selten. Wie würde es sein? Was wird anders sein? Wie werde ich darauf reagieren?

Diese und noch viele weitere Fragen beschäftigten mich vor dem Ende der langen Zwangspause – der längsten seit über 13 Jahren.

Konzerte am Bildschirm gab es einige, sogar beim Online Festival der Online Metal Festival Alliance war ich mit dabei. So sehr ich die Konzerte und Festivals auch vermisst habe, dieses “Reissen” in Form einer inneren Unruhe, wie sie bisher nach spätestens 6 Wochen gesetzt hat, war irgendwie nie so richtig da.

Und das war der perfekte Aufhänger für meinen inneren Kritiker, der in genau solchen Situationen um die Ecke geschossen kommt und mit seinen Einflüsterungen beginnt:

“Du hast Dich verändert. Bist Du sicher, dass Dir das noch Spass macht? Dass Du das noch willst? Du wirst schon sehen. Das wird dann spassig mit der gemeinsamen Freizeitgestaltung, wenn es Dir nichts mehr bedeutet. Du hast es viel zu wenig vermisst, Dir war viel zu wohl in der konzertfreien Zeit.”

Mit diesen und zahlreichen weiteren Argumenten hat mir der Kritiker zugesetzt. Doch auch das war diesmal anders. Ich hab ihn mir angehört und ihm gleichzeitig Grenzen aufgezeigt. Mich bei ihm für seine Meinung bedankt, ihm jedoch freundlich aber bestimmt mitgeteilt, dass es bei der Mitteilung bleibt und er keinen Einfluss auf meine Gedanken und auf meine Stimmung hat. Dass ich mir ein eigenes Bild verschaffen wollte.

Und dennoch liess es mich nicht ganz kalt. Doch kaum war ich bei Seppis Mampferia war es, als wäre ich nie weg gewesen. Als hätte es keine Konzert-Pause gegeben. Als dann Dreams in Fragments die Bühne rockten, war alles beim Alten – ausser ich. Ich war präsenter, glücklicher, zufriedener denn je zuvor. 

Ja, der Lockdown hat mich verändert. Ich bin dankbar.

Stellt euch vor…

💿 …ihr müsstet in Quarantäne und dürftet nur drei Alben mitnehmen – für welche würdet ihr euch entscheiden?
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☝️Und nein, Spotify und Co. gilt nicht, wir machen das Oldschool
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🎧 Meine Auswahl:
Guns n’ Roses – Appetite for Destruction
Solstafir – Svartir Sandar
Krisiun – Arise from Blackness
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Und jetzt seid ihr dran, lasst mich eure Wahl gerne in den Kommentaren wissen!
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